Münsterländer Kalbfleisch – eine Geschichte vom Hof

 

Im nordrhein-westfälischen Vreden liegt der Landwirtschaftsbetrieb von Stephan Wesseler. Der Münsterländer betreibt ihn in dritter Generation. Sein ältester Sohn soll ihm bald folgen, sobald seine Ausbildung zum Landwirt abgeschlossen ist. Dafür hat Wesseler ein weiteres Standbein für den Betrieb erschlossen – die Kälberhaltung.

Mit einer Handvoll Raufutter steht Wesseler vor der Barriere, über die er seine Kälber jeden Tag mit Futter versorgt. Der Stall ist auffallend hell, geräumig und sauber. Die Kälber haben ihn und seinen Sohn Jannis stets im Blick, vor allem zu dieser Tageszeit. Mehrmals am Tag bekommen die Tiere Milch und eine Portion trockenes Gemisch aus gehäckseltem Weizenstroh und Maisflocken – das Raufutter. Die Tiere wirken ruhig und zufrieden. Neben der Kälbermast betreibt Wesseler eine Hühneraufzucht und bewirtschaftet 70 Hektar Ackerland mit Getreide, Mais und Zuckerrüben. Als weiteres Standbein betreibt er Photovoltaik-Anlagen.

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Mehraufwand, den ich gerne eingehe

„Für uns war es immer wichtig, gute Produkte zu erzeugen – so wie auf dem Acker, so auch im Stall. Deshalb ist die Kälberhaltung für uns als weiteres Standbein dazugekommen“, beschreibt Wesseler seine Motivation, sich der Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch anzuschließen. Sein Betrieb gehört zu den Mitgliedsbetrieben der KDK.

Mit der Teilnahme am Kontrollprogramm verpflichtet sich der Betrieb zur Einhaltung der festgelegten Vorgaben. Dazu gehören dokumentierte Abläufe entlang der Erzeugungs- und Verarbeitungskette sowie regelmäßige Kontrollen. Für Wesseler bedeutet das einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand, den er bewusst in Kauf nimmt. „Für mich als Landwirt bedeutet es auch einen gewissen Mehraufwand, den ich aber gerne eingehen möchte und auch eingehe“, sagt er.

Dabei geht es ihm vor allem um nachvollziehbare Herkunft und verlässliche Standards. Das 5D-Prinzip beschreibt, dass Kalbfleisch in Deutschland geboren, aufgezogen und gemästet, geschlachtet, zerlegt und verarbeitet wird. So bleibt die Herkunft entlang der gesamten Lieferkette nachvollziehbar.

„Der gewisse Mehraufwand besteht darin, die Vorgaben im Betriebsalltag umzusetzen“, erklärt Wesseler. „Wir möchten mit unserer Arbeit zeigen, dass gute Erzeugung, Verantwortung und Herkunft zusammengehören.“

Mehr Qualität und mehr Tierwohl durch 5D

„Des Weiteren verbessern wir uns immer in Sachen Tierwohl. Aktuell haben wir Scheuerbürsten eingebaut und unsere Kälber stehen auf einer weichen Unterlage, sprich bei uns im Betrieb auf Gummiboden“, erklärt Wesseler. Mit ihrer Teilnahme am Kontrollprogramm der KDK verpflichten sich Erzeugende der bedingungslosen Umsetzung von Tierwohl-Standards und zu Kontrollen, die über gesetzliche Regelungen hinausgehen. So zeigen sie gleichzeitig klare Kante gegenüber importierten Produkten aus Kalbfleisch: „Mitglied bei der KDK sind wir geworden aus Überzeugung, weil wir sicher sind, uns durch diese Produktkontrolle abheben zu können vom Mitbewerber.“

Deutsches Kalbfleisch zeichnet sich durch die hochentwickelten und voll etablierten Kontroll- und Qualitätsverfahren der KDK und ihrer Partner aus. Das 5D-Prinzip in der Produktion von Kalbfleisch verbindet sich mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein und dem Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit von immer mehr Menschen – genauso wie es das Bedürfnis der Bevölkerung nach Transparenz und bedenkenlosem Genuss bedienen kann. Es steht für regionale Erzeugnisse, Tierwohl und Transparenz. Die Kälber kommen ausschließlich von deutschen Milchviehbetrieben. Jedes Kalb wird in Deutschland geboren, aufgezogen und gemästet, geschlachtet, zerlegt und weiterverarbeitet. Auch die kurzen Wege zwischen den Mitgliedsbetrieben kommen den Kälbern zugute, denn lange, für die Tiere stressige Transporte entfallen.

Wesseler’s Blick wandert zufrieden durch seinen Stall, seine Entscheidung für die KDK war die richtige: „Bei Mitgliedsbetrieben, die der Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch angehören, kann sich der Verbraucher total sicher sein, dass das Fleisch aus Betrieben stammt, die hinter ihren Tieren stehen und ein super Produkt erzeugen.“